Die jüngste Sitzung der ILE Brückenland Bayern-Böhmen fand diesmal an einem besonderen Ort statt: im Besprechungssaal der Asklepios Klinik Oberviechtach.
Gemeinsam mit Klinikmanager Felix Sasse hatte ILE-Vorsitzender und Oberviechtachs Erster Bürgermeister Rudolf J. Teplitzky die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Mitgliedskommunen sowie die weiteren Mitglieder des ILE-Lenkungsgremiums in die Klinik eingeladen. Ziel war es, sich vor Ort über die aktuelle Situation des Hauses, die künftigen Herausforderungen und die Bedeutung der Klinik für die medizinische Versorgung in unserer Region zu informieren.
Felix Sasse gab der versammelten ILE-Runde zunächst einen spannenden Einblick in die Geschichte des Klinikträgers Asklepios, die aktuellen Strukturen und Kennzahlen der Klinik Oberviechtach sowie die Herausforderungen, vor denen gerade kleinere Krankenhäuser im ländlichen Raum stehen. Dabei wurde deutlich: Die Klinik ist im bundesweiten Vergleich mit ihren 40 Betten zwar ein sehr kleiner Krankenhausstandort, übernimmt für den östlichen Landkreis Schwandorf und die angrenzenden Regionen aber eine wichtige Aufgabe.
Mit den Fachbereichen Innere Medizin, Allgemein-, Viszeral- und Unfallchirurgie, Anästhesie und Orthopädie sowie der Notaufnahme ist die Klinik Oberviechtach ein wichtiger Baustein der wohnortnahen Grund-, Regel- und Notfallversorgung. Jährlich werden hier rund 1.800 Patientinnen und Patienten stationär behandelt. Hinzu kommen etwa 5.000 Behandlungsfälle in der Notaufnahme.
Die Bedeutung der Klinik reicht dabei weit über die Stadt Oberviechtach hinaus. Nicht nur für die rund 20.000 Menschen in den Brückenland-Kommunen, sondern auch für viele Bürgerinnen und Bürger aus angrenzenden Kommunen in den Nachbarlandkreisen Neustadt an der Waldnaab und Cham ist die Klinik eine wichtige medizinische Anlaufstelle.
Knapp 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind derzeit in der Klinik für die Versorgung der Menschen in der Region im Einsatz. Zugleich bietet das Haus insbesondere jungen Menschen aus Oberviechtach und der Umgebung Ausbildungs- und berufliche Perspektiven im medizinischen Bereich.
Im Mittelpunkt des Austausches standen auch die aktuellen gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen. Die Krankenhausreform und weitere gesetzliche Veränderungen im Gesundheitswesen stellen gerade kleinere Klinikstandorte im ländlichen Raum vor erhebliche Herausforderungen. Hinzu kommen notwendige Investitionen in die bestehende Bausubstanz. Wie sich der Klinikstandort Oberviechtach weiterentwickeln kann, hängt daher auch von bundes- und landespolitischen Entscheidungen sowie von der künftigen Ausgestaltung der Krankenhausversorgung ab.
Im Anschluss an den Vortrag führte Felix Sasse durch verschiedene Bereiche der Klinik. Dabei erhielt die ILE-Runde einen unmittelbaren Einblick in die Arbeit des Hauses und die vorhandenen medizinischen Strukturen. Der Rundgang bot zugleich Gelegenheit für weitere Gespräche mit der Klinikleitung.
Mit der Sitzung vor Ort wollten die ILE-Kommunen auch ein gemeinsames Zeichen setzen: für den Klinikstandort Oberviechtach, für die Menschen, die dort arbeiten, und für den Erhalt einer leistungsfähigen medizinischen Grund- und Notfallversorgung in unserer Region.
Eine wohnortnahe medizinische Versorgung ist gerade im ländlichen Raum ein zentraler Bestandteil der Daseinsvorsorge und der Lebensqualität. Die Kommunen der ILE Brückenland Bayern-Böhmen werden die weitere Entwicklung rund um den Klinikstandort Oberviechtach und die anstehenden Reformen daher aufmerksam begleiten und sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten für den Erhalt einer leistungsfähigen medizinischen Versorgungsstruktur in der Region einsetzen.
Ein herzliches Dankeschön gilt Klinikmanager Felix Sasse und dem Team der Asklepios Klinik Oberviechtach für den offenen Austausch, die Führung durch das Haus und die vielen interessanten Einblicke vor Ort.
Nach dem gemeinsamen Gruppenfoto vor der Klinik setzten die ILE-Kommunen ihre reguläre Sitzung im Besprechungssaal fort.
Bilder und Text : Christian Karl
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